Zum Heimatsitz unserer Henauer-Linie, Flintsbach bei Rosenheim, ist uns eine ZDF-Meldung zur Burg Falkenstein aufgefallen. Das Hochwasser 2024 hat so einige Schäden an der Burg verursacht. Im April 2025 sind wir dann im Rahmen unseres „Forschungsurlaubs“ im Inntal auch zur Burg gewandert, da wir diese schon aus früheren Jahren kannten, um zu sehen, was sich geändert hat.
Geschichten
Ein Stammbaum besteht nicht nur aus nackten Daten sondern beinhaltet auch Geschichte und Geschichten der darin enthaltenen Menschen. Hier finden Sie kleine Episoden und Anekdoten aus dem Leben unserer Ahnen und Verwandten.
Manches ist tragisch, manches kann man mit einem Schmunzeln betrachten. Einfach lesen und sich in Zeiten versetzen, die oft gar nicht mal so weit zurück liegen.
Reinhold Schulze – Ölbilder
Die Ölbilder meines Vaters nehmen unter seinen Werken eine besondere Stellung ein. Während er sich beim Aquarell und beim Bleistift eher zurückhielt und die Zurückhaltung des Materials zu seinem Vorteil nutzte, konnte er sich beim Öl austoben. Die Farbe ließ sich schichten, verschieben, mit dem Pinsel oder Spachtel regelrecht auf die Leinwand werfen – und genau das hat er auch getan.
Reinhold Schulze – Bleistiftzeichnungen
Neben seinen Aquarellen zählt dieser Stil zu meinen Favoriten. Es ist beeindruckend, wie mein Vater es verstand, lediglich mit einem Bleistift ausdrucksstarke Stimmungen zu erzeugen und gleichzeitig die einzigartigen Charakteristiken von Pflanzen, Gebäuden und ganzen Landschaften zu erfassen. Diese Fähigkeit, mit der er sowohl die Präzision der Detaildarstellung als auch die Kunst des lockeren, variierenden Strichs meisterte, erfüllte mich schon immer mit Bewunderung. Sein Strich konnte von zarten, filigranen Linien bis hin zu kräftigen, markanten Markierungen reichen. In dieser Kunstfertigkeit liegt etwas, um das ich ihn stets beneidet habe.
Reinhold Schulze – Aquarelle
Die Aquarelle unseres Vaters sind grundsätzlich sehr realistisch (bis auf wenige Skizzen oder Spaß-Bilder). Allerdings hat er die Möglichkeiten der Technik in unterschiedlichsten Ausdrucksweisen umgesetzt. So wechseln die Bilder zwischen locker und luftig-leichter Anmutung und schwerer, düsterer Wirkung. Mitunter kann man erst auf den zweiten Blick erkennen, dass das Bild ein Aquarell ist.
Reinhold Schulze – Skizzen
Unser Vater, Reinhold Schulze, war ein Künstler von bemerkenswerter Produktivität und Begabung. In den verschiedensten Situationen schaffte er es, mit nur wenigen Linien das Wesentliche zu erfassen. Seine Skizzen sind Zeugnisse seiner Fähigkeit, Personen und Momente mit einer einzigartigen Prägnanz darzustellen.
Für ihn war es eine Leidenschaft, mit sparsamen Strichen die Essenz eines Motivs einzufangen, wodurch er oft auf das Wesentliche reduzierte und doch das Ganze zum Leben erweckte.
Grabrede für unsere Mutter Sonja Schulze
Dies ist die Grabrede, die ich für mein Mutter Sonja Schulze (13.03.1933 bis 26.08.2017) geschrieben und bei der Beerdigung auf dem Friedhof Schondorf vorgetragen habe.
Kreuz und Quer II
(Diesen Text habe ich in den Unterlagen meines Vaters gefunden, der leider im Oktober 2020 gestorben ist.)
Auf Befehl der „Sowjetischen Militäradministration“ normalisierte sich die Lage. Ich musste wieder an meine frühere Lehrstelle gehen. Nicht aber zum Lernen, sondern zum Demontieren. Hier bot sich, wenn man auf Draht war, eine neue Möglichkeit auf zum Tauschen: z. B.: 5 Kartoffeln gegen 20 m isoliertes Kabel!
Die Schatten der Kriege
Die Auswirkungen der Weltkriege auf unsere Vorfahren
Die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts prägten Generationen und hinterließen tiefe Spuren in den Familiengeschichten. Als Nachfahren von Kriegsteilnehmern des Ersten und Zweiten Weltkriegs fühlen wir eine tiefe Verbindung zu den Ereignissen, die das Leben unserer Vorfahren und letztlich auch unser eigenes geprägt haben. Die Stichworte Kriegsteilnehmer, Gefallene, Vermisste und Kriegsgefangene sind mehr als nur historische Begriffe; sie sind Teil unserer Familiengeschichte und der kollektiven Erinnerung unserer Gesellschaft.
Der Dreißigjährige Krieg
Der Dreißigjährige Krieg hinterließ tiefe Spuren in der Geschichte Europas und damit auch in den Geschichten unserer Vorfahren. Viele von ihnen lebten in den von Krieg, Zerstörung und Hunger betroffenen Regionen und wurden direkt in die Auseinandersetzungen hineingezogen, unabhängig davon, ob sie Bauern, Bürger oder Adelige waren.
Gefangenenlager in Hartmannsdorf
(Diesen Text habe ich in den Unterlagen meines Vaters gefunden, der leider im Oktober 2020 gestorben ist.)
In Hartmannsdorf waren in einem Fabrikgebäude (die ehemalige Färberei Reh) französische Soldaten untergebracht. Diese erhielten relativ gutes Essen, das z.T. vom „Roten Kreuz“ geliefert wurde. Viele der Gefangenen wurden den Bauern als „Knechte“ zugewiesen. Es fehlten die deutschen Bauern und Knechte, welche immer noch an vielen Fronten als Soldaten kämpften.